Studiengang: Medien- und Kommunikationswissenschaften



… irgendwas mit Medien …


Medien- und Kommunikationswissenschaften an der Universität Mannheim.


Das Studienfach Medien- und Kommunikationswissenschaften ist ein erst seit neuestem auftretendes Studienfach, welches die beiden Themenbereiche Medien und Kommunikation verbindet. Immer mehr Unis bieten diese Kombination an, man betrachtet die Fächer nicht einzeln, sondern miteinander verknüpft. Anders, als viele erwarten, ist der Studiengang an der Uni sehr theoretisch ausgelegt. Entgegen der allgemein häufig vertretenen Meinung lernt man nicht (ausdrücklich) „richtig“ zu kommunizieren oder Medien zu gestalten und gar zu produzieren.

Vielmehr geht es in dem Studiengang darum, die Auswirkungen von Kommunikation und Medien auf die Gesellschaft zu untersuchen. Konkrete Themen sind einerseits z.B. die Wirkung von bestimmten Filmen auf die Gesellschaft bzw. was diese über unsere Gesellschaft aussagen. Andererseits wird beispielsweise untersucht, wie Smartphones die Alltagskommunikation verändern und sich auf Freundschaften und andere Beziehungen auswirken.

An der Universität sind aufgrund der theoretischen Ausrichtung sind zur Einschreibung keine besonderen Eingangsvoraussetzungen wie künstlerische Arbeiten oder redaktionelle Texte gefordert. Jedoch ist das Fach momentan sehr beliebt, es gibt aber nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen. Möchte man selbst kreativ werden und praktischer arbeiten, kann man dies meist an FHs, vereinzelnt auch an Universitäten tun Dann hat das Fach nicht die Endung „-wissenschaften“ sondern etwas mit „Produktion“ oder „Design“ im Titel.

Im Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften hat man viel Wahlfreiheit. Direkt vom ersten Semester an kann man Seminare nach den eigenen Interessen wählen, somit hat jeder Student ein individuelles Zeugnis. In der Regel hat man wenige Vorlesungen, denen am Ende des Semesters eine Klausur folgt (ca. eine pro Semester). Der größte Bestandteil des Studiums sind Seminare, in denen man in kleineren Gruppen (10-30 Studenten) ein sehr konkretes Thema behandelt. Während des Semesters muss man dann häufig Referate halten und das Seminar endet in der Regel mit einer Hausarbeit (ggf. mündliche Prüfung).

Da im Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften viel eigenständiges Arbeiten gefordert wird, hat man in der Woche im Schnitt vier bis fünf Veranstaltungen mit jeweils einer Dauer von anderthalb Stunden. Somit bleibt viel frei einzuteilende Zeit, die man in der Bibliothek zum Lernen verbringen kann.

Mit einem Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften hat man einige Möglichkeiten für einen späteren Job. Man kann in den Medien arbeiten (Radio, Fernsehen, Zeitung) oder man kann die Unternehmenskommunikation führen oder in Marketing und Werbung tätig sein. Es gibt jedoch nicht „den einen“ Beruf, den man nach einem Abschluss in Medien- und Kommunikationswissenschaften ausübt. Durch die Kurswahl und auch Praktika kann man einen persönlichen Schwerpunkt setzen. Für einen Master gibt es verschiedene Spezialisierungen, die je Uni andere Zugangsvoraussetzungen (in Form von bestimmten Fächern) haben.



Mein abschließendes Fazit


Mir persönlich hat das Studium sehr viel Spaß bereitet. Ich habe ein sehr breites Spektrum an Themen in meinen Seminaren kennen gelernt. Besonders gefallen hat mir, dass ich von Anfang an die Kurse nach meinen Interessen wählen und somit einen individuellen Schwerpunkt setzen konnte. Die Offenheit hinsichtlich eines Jobs später ist Fluch und Segen zugleich, man hat eine Auswahl was man später machen kann, es gibt aber keinen Beruf, auf den das Fach genau zugeschnitten ist. Ich würde mich allerdings jederzeit wieder für diesen Studiengang entscheiden!

– von Christina Kößmeier, ASk e.V. 


Du findest diesen und weitere spannende Artikel auf der Website des ASk e.V.