Was ist soziales Unternehmertum?

Geschrieben am 05.03.2019
von Iza Witkowska

Unternehmerisches Den­­ken und Handeln zum Wohle der Gesellschaft und zur Lösung oder Verbesserung gesellschaftlicher Missstände. Social Entrepreneurship wird sowohl von Non-Profit-Un­ter­neh­men betrieben, um durch die Gestaltungsspielräume des Unternehmertums ihre Mission besser erfüllen zu können, als auch von normalen Unternehmen, um gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Der Erfolg von Social Entrepreneurship wird nicht allein auf Basis finanzieller Profite, son­dern anhand des gesellschaftlichen Nutzens bewertet.

 So definiert Prof. Dr. Ann-Kristin Achleitner soziales Unternehmertum in dem Wirtschaftslexikon Gabler




Was wollen Social Entrepreneure?

  • Beobachtete Missstände aktiv angehen, persönliche Beiträge zu einer besseren Welt leisten. Dahinter stehen ideelle Ziele und der Wunsch nach Selbstverwirklichung.
  • Soziale Probleme unternehmerisch lösen.
  • Gesellschaftlichen Mehrwert schaffen.
  • Gewinne erwirtschaften, um den sozialen Zweck weiter zu fördern.

 

Was zeichnet Sozialunternehmen aus?

  • Die Reichweite der Wirkung ist ganz individuell. Manche Unternehmen erlangen globale Reichweite, andere bleiben regional aktiv.
  • Die Transparenz von Produktion und Prozessen gegenüber Kund*innen und Mitarbeitenden ist in Sozialunternehmen sehr wichtig.
  • Regelmäßige Überprüfung, ob die Tätigkeit noch immer sinnvoll ist, um das Ziel zu erreichen.
  • Geld wird häufig über Umwege, wie Spenden oder eine öffentliche Förderung verdient.

 



Was haben Sozialunternehmen gemeinsam?

Welche zentralen Merkmale alle Sozialunternehmen ausmachen, haben Autor*innen in einer Studie für das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) zusammengefasst. Im Folgenden eine kurze Zusammenfassung daraus.

Social Entrepreneurship zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

  • Die Schaffung eines überprüfbaren gesellschaftlichen Mehrwerts durch eine unternehmerische Lösung für ein klar benanntes gesellschaftliches Problem. Beispiel: Kindern in Entwicklungsländern kostenlos Schuhe zur Verfügung stellen, Schuhe, die aus den Gewinnen des Schuhverkaufs in Industrieländern finanziert werden.
  • Die unternehmerische Tätigkeit auf freien und gesetzlich geregelten Märkten durch die Herstellung von Waren oder die Erbringung von Dienstleistungen. Beispiel: Schuhverkauf.
  • Festgelegte Regeln und Prozeduren, die sicherstellen, dass erwirtschaftete Überschüsse in erster Linie für die Verwirklichung der gesellschaftlichen Zielsetzung der Organisation verwendet werden (im Gegensatz zu einer vorrangigen Ausschüttung an die Teilhaber). Beispiel: Satzung.
  • Rechtsformen, die eine verantwortliche und transparente Verwaltung der Organisation ermöglichen. Beispiel:  gGmbH, eG …

Diese und weitere Informationen findest du unter www.jugend-gruendet.de