Interview mit Annette Farrenkopf

Geschrieben am 06.03.2019
von Iza Witkowska


Annette Farrenkopf hat die Agentur 33 in 2009 und die Agentur BUCHSUITE in 2015 gegründet. Sie war bei der ersten Edition des gründungsKompasses als Gründerin die Ansprechpartnerin für ein Stipendiat*innen-Team. Sie durften sie zu allen Aspekten der Gründung, schönen Momenten und Hürden befragen, aber auch ganz spezielle Fragen stellen, z. B. wann sie mit dem Gedanken gespielt hat ein eigenes Unternehmen zu gründen.


Unsere Teilnehmenden Emily, Mija & Felix berichten


Am 10. Oktober 2018 haben wir uns mit Anette Farrenkopf in Berlin getroffen. Wir haben über eine Stunde mit ihr über ihre Gründungsprozesse und unsere Vorstellungen zum Thema Gründen gesprochen.

Aktuell ist Annette Farrenkopf in der von ihr mitgegründeten Werbeagentur Agentur 33 als Beraterin tätig. Diese befindet sich im Gebäude der Weiberwirtschaft, einer Frauengenossenschaft, die in Berlin laut eigener Aussage Europas größtes Gründerinnen- und Unternehmerinnenzentrum aufgebaut hat. Frau Farrenkopf hat noch zwei weitere Male gegründet: einen Onlineshop für den Buchhandel und eine Agentur für geschlechtergerechte Sprache. 


„Sie hatte als Angestellte in einer Werbeagentur gearbeitet.“

Bevor sie mit zwei weiteren Partnerinnen eine Werbeagentur gegründet hat, hatte sie als Angestellte in einer Werbeagentur gearbeitet. In die Werbebranche ist sie nach ihrem Studium als Quereinsteigerin gekommen. Während des Studiums hatte Frau Farrenkopf noch nicht an die Möglichkeit gedacht selber zu gründen.


„Sie würde nur im Team gründen.“

Die Entscheidung selber zu gründen hatte bei ihr damit zu tun, dass sie von der Idee überzeugt war, Verantwortung zu übernehmen und selbständig zu handeln. Dabei waren und sind Kontakte gerade in der Werbebranche besonders wichtig, da es in Berlin sehr viele Werbeagenturen gibt. Sie selber hat gesagt, dass sie nur im Team gründen würde.


„Gerade Frauen neigen dazu ihre Arbeit noch unter Wert zu verkaufen.“

Rückblickend würde sie verantwortungsvoller kalkulieren und die eigene Arbeit nicht unter Wert verkaufen. Dadurch sind laut eigener Aussage „einige Euros flöten gegangen“. Im Zusammenhang damit hat sie den Gender Incomegap erwähnt. Dieser beschreibt die Einkommenslücke zwischen den Geschlechtern unter Selbstständigen. Gerade Frauen neigen dazu ihre Arbeit noch unter Wert zu verkaufen. Aus diesem Grund und um Frauen zu ermutigen selber zu gründen, hat Frau Farrenkopf sich als Vorbildunternehmerin beim Bundesministerium für Wirtschaft beworben. Nach wie vor entscheiden sich im Vergleich noch mehr Männer dafür zu gründen, obwohl Studien zu dem Schluss kamen, dass selbständige Frauen mit am glücklichsten sind.

Fazit:

Es war ein sehr angenehmes und informatives Gespräch. Frau Farrenkopf hat uns viel über ihren beruflichen Werdegang erzählt und war bereit, all unsere Fragen zu beantworten. Dabei war sie aber selber auch sehr interessiert an unserer eigenen Meinung zum Thema Gründen und hat ebenfalls Fragen zum Studienkompass und besonders zum Gründungskompass gestellt.


Weiter Infos zu Frau Farrenkopf findest du auf der Internetseite von ihrem Unternehmen Agentur 33.