Alina studiert Lehramt Sonderpädagogik an der PH Heidelberg in den Fachrichtungen Hören und Geistige Entwicklung sowie den Fächern Englisch und Grundbildung Deutsch. Außerdem engagiert sie sich als Mentorin bei Zukunft Lehramt.
Warum Lehramt? Warum Förderschule?
Auf diese Fragen habe ich keine einfache Antwort. Es kamen verschiedene Faktoren zusammen.
Mein Gymnasium befand sich in der Nähe einer Förderschule mit dem Schwerpunkt Hören. Dadurch kam ich immer wieder in Berührung mit den Schülerinnen und Schülern dort. Eine Freundin absolvierte ihr Betriebspraktikum an dieser Schule und berichtete sehr positiv. Davon inspiriert, tat ich dies ein Jahr später ebenfalls und fühlte mich sehr wohl. Ich begann mit dem Gedanken zu spielen, Sonderpädagogin zu werden, was sich in der Oberstufe festigte. Ich entschied mich, ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) an dieser Schule zu absolvieren und wurde in der Abteilung für ganzheitliche Entwicklung eingesetzt, welche sich an Kinder mit Hörschädigung und zusätzlicher geistiger Behinderung richtet. Mein FSJ gefiel mir so gut, dass ich mich schließlich für das Lehramtsstudium im Bereich Sonderpädagogik entschied. Spätere Praktika und meine Tätigkeit als Vertretungslehrkraft bestätigten meine Entscheidung immer wieder.
Ich würde mich immer wieder für das Lehramtsstudium entscheiden und freue mich nun darauf, mich im Vorbereitungsdienst als Lehrkraft weiterzuentwickeln!
Was macht dir besonders Spaß?
Im Studium haben mir vor allem praxisnahe Seminare und die Praktika viel Spaß gemacht. Die theoretischen Inhalte sind spannend und wichtig, tragen aber teilweise dazu bei, dass man die eigentliche spätere Tätigkeit als Lehrkraft ein wenig aus den Augen verliert. Ich habe es immer sehr genossen, durch Einblicke in den realen Schulalltag daran erinnert zu werden, wohin einen das Lehramtsstudium schlussendlich führt. Deshalb kann ich allen zukünftigen Lehramtsstudierenden empfehlen, neben dem Studium einen Nebenjob in einer Schule oder im erweiterten Bildungsbereich aufzunehmen.
Das hat mich überrascht
In den ersten drei Semestern des Bachelors belegt man sämtliche Grundlagenmodule, die sich manchmal weit weg von der pädagogischen Praxis anfühlen können. Beispielsweise habe ich in den ersten beiden Semestern Statistikveranstaltungen besucht, in denen ich Übungsblätter mit mathematischen Aufgaben abgeben musste. Aber keine Angst, falls Mathe überhaupt nicht euer Ding ist: Viele Einführungsmodule muss man nur bestehen und sie sind meiner Meinung nach alle machbar.

