Studium

Studienort Rostock

Geschrieben am 28.05.2020
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Rostock ist eine Hanse- und Universitätsstadt im Norden von Deutschland und hat in Warnemünde einen direkten (Bade-)Zugang zur Ostsee. Mit rund 200.000 Einwohner*innen ist Rostock die größte Stadt in Mecklenburg-Vorpommern. Die Innenstadt ist vor allem bekannt für die östliche Altstadt, das Zentrum mit der Einkaufsmeile „Kröpeliner Straße“ – kurz „Kröpi“, das studentische Viertel KTV (Kröpeliner-Tor-Vorstadt) und den schönen Stadthafen. In Rostock gibt es die Universität Rostock sowie die Hochschule für Musik und Theater (HMT).

 



Lebenshaltungskosten


Im Bundesvergleich ist Rostock eher eine günstigere Stadt zum Leben. Während Ausgaben für Essen, Trinken oder Kleidung in der ganzen Stadt relativ stabil sind, sieht es beim Wohnungsmarkt in Rostock unterschiedlich aus: Durchschnittlich hat man 2018 für ein WG-Zimmer 338 € gezahlt (Tendenz steigend). Beliebte (studentische) Viertel, wie die KTV oder das Hansaviertel, bieten viel Komfort – Nähe zum Campus, viele Bars, Kneipen und Clubs. Das Rostocker Zentrum ist gut mit dem Fahrrad erreichbar. Das erhöht jedoch auch die Miete. Die anliegenden Bezirke, wie Dierkow, Toitenwinkel oder Lichtenhagen sind deutlich preiswerter, jedoch wohnt man auch weiter weg und ist dann eher mit Bus und Bahn unterwegs. Wer also in Rostock studieren möchte, sollte sich zeitnah nach einer WG oder Wohnung umschauen.

 


Top

  • Im Internet kannst du WGs und Wohnungen finden und die Stadt bietet außerdem über 2000 Plätze in Studierendenwohnheimen. Informationen zum studentischen Wohnen gibt es beim Studierendenwerk Rostock-Wismar oder auf der Homepage der Uni Rostock.
  • Der Alltag als Student*in ist leicht zu finanzieren: Kneipen, Bars und Restaurants haben humane Preise. Viele Clubs sind studentisch betrieben und das wirkt sich auch auf die Preise aus: legendär sind die 1-2-3 Parties im ST (wöchentlich gibt es ein bestimmtes Bier für 1 € sowie Longdrinks für 2-3 € und Freibier in der ersten Partystunde).
  • Auch in Rostock gibt es Studentenrabatte bei Vorlage des Studi-Ausweises in zahlreichen Lokalen, Bäckereien, Cafés sowie in kulturelle Einrichtungen.
  • Im Semesterbeitrag (ca. 200 €) ist das Semesterticket für den ÖPNV inbegriffen.
  • Für eine Fahrt vom Zentrum zum Strand brauchst du mit der Bahn nur ca. 30 Minuten.
  • Für einen Wochenend-Trip ist eine Fährüberfahrt nach Dänemark oder Schweden zu empfehlen oder eine Radtour auf den Darß.

 


Flop

  • Die preisgünstigeren Wohnungen gibt es, wie so häufig, eher in den Randbezirken, wie Dierkow, Toitenwinkel oder Evershagen. Die Wohnungen sind meistens gut renoviert, aber liegen nicht zentral. Wer hier wohnt ist viel mit der Straßenbahn oder S-Bahn unterwegs in die Innenstadt.
  • Das kulturelle Angebot ist eher überschaubar. Durch die HMT und das Volkstheater werden zwar verschiede Angebote gemacht und im Zentrum gibt es ein Programmkino, doch Freunde eines vielseitigen kulturellen Lebens können unterschiedliche Museen, Galerien oder Theaterstätten vermissen.

 



Studentisches Leben


Das Leben als Student*in in Rostock kann sehr viel Spaß machen. Außerhalb der Seminare und Vorlesungen gehen viele Studierende ihren Hobbies nach: Sport, Feiern, mit Freunden abhängen, Arbeiten, politisch aktiv sein u.v.m.

Besondern toll sind die Angebote, weil viele von Studierenden für Studierende organisiert sind. Es gibt zahlreiche Studentenclubs, die zu studentischen Vereinen gehören. Jährlich werden Campusfeste von Studierenden organisiert. Wer sich politisch in die Hochschulgestaltung einbringen möchte, kann sich jederzeit in der Studierendenvertretung engagieren oder für die Unizeitung Heuler arbeiten. Darüber hinaus gibt es Nebenjobs in Bekleidungsgeschäften, Cafés, Kinos oder Kneipen.

 


Top

  • Was ist eigentlich die wichtigste Einrichtung einer Universität? Richtig, die Mensa! Was soll man sonst auch essen, wenn die Eltern nicht mehr für einen kochen. Wer in Rostock studiert, hat das Glück, täglich in Deutschlands beste Mensa zu gehen. Du glaubst das nicht? Dann frag Google. Zu Weihnachten werden in der Südmensa auch mal Rehfilet mit Rotkohl oder im Sommer gegrillte Schrimpsspieße serviert, selbstverständlich zu einem günstigen Preis für Studierende.
  • Nach dem Essen ist vor dem Sport und auch hier bietet Rostock zahlreiche Möglichkeiten an. Das Hochschulsportangebot ist vielseitig: Darunter fallen Klassiker, wie Fußball, Basketball, Handball oder Yoga, Pilates, Boxen. Wer es aufregender mag geht einfach im Umland Reiten oder genießt den Ostseewind beim Windsurfen, Kiten oder Stand Up Paddling.
  • Ganz in der Nähe des Ulmencampus gibt es viele nette Cafés, Eisdielen, Bars und Restaurants.
  • Bevor es zum Feiern geht, genießen viele Studierende ein Feierabendbier am Stadthafen von Rostock. Dort siehst du einen tollen Sonnenuntergang. An besonders schönen Tagen tummeln sich hier viele Menschen und grillen, quatschen und spielen Kubb (Wikingerschach) bzw. zum Abend hin das Trinkspiel Flunkyball.
  • Ohne Parties kein richtiges Studentenleben: Die Clublandschaft ist überschaubar, aber vielseitig und bietet für jede Szene etwas, wo man auf bekannte Gesichter trifft. Die Eintritts- sowie Getränkepreise sind angemessen. Regelmäßig organisieren Fakultäten eigene Parties, so gibt es eine Lehramtsparty oder das Medifasching am 11.11. Sehr bunt und schrill sind die Seifenblasenmanifeste, die mit viel Zuckerwatte und Glitzer zwei Mal im Jahr stattfinden.

 


Flop

  • Rostock hat für eine Studentenstadt eine angenehme Größe. Vieles ist mit dem Fahrrad erreichbar und die Ostsee liegt quasi vor der Haustür. Jedoch ist die Universität mit fast 14.000 Studierenden relativ klein. Anfangs kann das behütend wirken, vor allem wenn die Familie und Heimat weit weg sind, nach einiger Zeit kann allerdings auch das Gefühl von Langeweile aufkommen.
  • Rostocks Wirtschaft hat in den vergangenen Jahren einen Aufschwung erlebt. Durch Betriebe wie AIDA, Sixt oder Leifheit sind viele Jobs in die Stadt gekommen. Jedoch suchen Studierende der Geistes- und Sozialwissenschaften vergeblich nach renommierten Jobs für den Berufseinstieg. So ziehen viele Studierende nach dem Universitätsstudium in eine andere Stadt.

 


Rostock scheint vielleicht etwas unbekannter zu sein, doch es lohnt sich definitiv, diese Stadt genauer anzuschauen. Vor allem nach außeruniversitäre Studentenleben ist reich an Aktivitäten und Parties.