Kompetenzen

Teil 2: Einmal Motivation zum Mitnehmen, bitte!

Geschrieben am 11.09.2019
von Iza Witkowska

Nächste Woche steht der nächste Test an, das Lehrbuch liegt vor dir, du musst eigentlich nur noch anfangen. Eigentlich…

Motiviert zu bleiben ist nicht immer einfach. Menschen sind schließlich keine Maschinen, die das einmal gewählte Programm immer wieder abspielen können. Dass die Motivation schwankt und es mal einen Tief- und mal einen Höhepunkt gibt, ist relativ normal. Manchmal bringt uns etwas aus unserem Rhythmus und wir verfallen in eine wenig produktive Phase. Entscheidend ist aber, ob wir aus diesem Motivationsloch wieder rauskommen. 

Motivation ist definitiv eine Übungssache. Wer sich selbst gut kennt und dazu noch einige gute Methoden kennt, ist schon auf dem besten Weg in die supertolle Zukunft. 



Selbsttest: Motivation

Motivation ist ein innerer Antreiber, mit dem die Leistungen und Fähigkeiten teilweise deutlich angehoben werden können. Wer gut motiviert ist, ist zu Bestleistungen fähig.

Aber was motiviert mich eigentlich? Je früher du die Antwort auf diese Frage kennst, desto besser. Mit unserem  schnellen Selbsttest kannst du sehen, wie es um deine Motivation steht.


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Die Motivationsrakiete


Die Motivationsrakete ist eine schöne Methode, um dich auf deine nächste (vielleicht schon eine aktuelle?!) Herausforderung vorzubereiten. Stelle dir eine Rakete vor, in die du einsteigst und losstartest, um dein nächstes Ziel zu erreichen. Die Fragen auf dem Bild helfen dir dabei. Los geht‘s!


 

 

 

 


Übung: Ziele positiv aufladen

Überlege dir, welche Ziele dir einfallen, die du ohne Probleme und große Anstrengung angehst (z. B. neue Akkorde auf der Gitarre lernen oder ein Trick beim Skateboardfahren). Notiere zwei oder drei Beispiele! Fallen dir auch Ziele ein, die zwar wichtig sind, für die du dich aber aufraffen musst, um sie zu erreichen? Schreibe auch diese auf!

Warum unterscheiden sich die Ziele? Warum fällt dir bei den ersten Beispielen die Selbstmotivation leichter?

Motivation ist stark abhängig davon, ob wir das Ziel, das wir erreichen wollen, als positiv und wertvoll für uns bewerten. Daher überlege dir, wie du deine Ziele, für die du dich eher schwer motivieren kannst, in ein positives Licht rücken kannst!

Fülle dafür folgende Tabelle aus, indem du dir rationale Gründe überlegst, warum dieses Ziel erreicht werden sollte. Stelle dir dann vor, wie es sich anfühlen wird, wenn du das Ziel erreicht hast. Die Übung ist In Anlehnung an diese Quelle.

Oben in der rechten Ecke der Tabelle befindet sich ein virtueller Stift. Du kannst deine Notizen auf dem Bildschirm machen.



 

 

 

Fertig?



Sehr gut! 

 

Wir haben für dich noch eine Motivationsmethode


Übung: Halt, Stopp!

Immer genau dann, wenn man etwas erledigen muss worauf man eigentlich nicht so Lust hat, fallen einem tausend Dinge ein, die auf einmal so viel spannender sind. Dann wird das Lernen auf später, morgen oder irgendwann verschoben. In diese Falle tappen vielen Menschen immer wieder, denn kurzfristige Belohnungen wirken motivierender als Belohnungen, auf die unser Gehirn noch warten muss. Für dieses Verhaltensmuster, das wir auch als Aufschieben oder Prokrastination kennen, gibt es einen Trick: Zeige dir selber das Stoppschild!



Sobald du den Impuls verspürst, lieber etwas ganz anderes als Lernen zu machen, sage dir ganz bewusst: „Stopp!“ Werde dir darüber bewusst, dass das Bedürfnis fernzusehen/zu duschen/nur kurz einkaufen zu gehen nur eine Ausrede ist. Lenke deine Gedanken wieder zu deinem Ziel und halte dir vor Augen, warum du dieses Ziel erreichen möchtest! Erinnere dich daran, wie gut es sich anfühlen wird, wenn du es geschafft hast!



Sage dir: „Jetzt werde ich erst mal X Minuten lernen. Danach ist immer noch Zeit für andere Dinge, die ich dann viel mehr genießen kann!“  

Probiere diese Methode aus! Sie funktioniert!

In Anlehnung an diese Quelle



7 schnelle Tricks für den Motivationsschub


Tipp 1: Was muss getan werden, bzw. muss es wirklich getan werden?

Bevor man mit der Aufgabe anfängt, sollte man sich im Klaren sein, ob diese Aufgabe auch wirklich gemacht werden muss. Manchmal sind wir unbewusst unmotiviert, weil wir das Gefühl haben, dass das, was wir tun sollten, sinnlos ist. 

Deswegen finde heraus, was gemacht werden muss, warum die Aufgabe wichtig für dich ist und entscheide dich bewusst und eindeutig für sie. 

Tipp 2: Belohne dich!

Auch wenn dies etwas komisch klingt, kann es wirklich sinnvoll sein, diesen Trick bewusst anzuwenden. Stelle dir Sachen oder Aktivitäten in Aussicht, die du gerne haben bzw. machen möchtest. Die Vorfreude darauf hilft dir, deine Aufgabe (vielleicht sogar noch schneller) abzuschließen. Mach dir eine Liste mit Sachen, mit denen du dich belohnen möchtest und weise direkt konkrete Aufgaben zu. 

Wichtig ist dabei, sich selbst nicht zu betrügen. Denn dann fühlt sich die Belohnung nicht wirklich gut an.

Tipp 3: Setze dir selbst eine Deadline

Manche Menschen arbeiten besser unter Zeitdruck. Oft ist es dann einfacher die Motivation zu finden. Notiere dir deine Deadlines in deinem Kalender, schreibe dir Post-its, erzähle den anderen davon. So wirst du deine Termine und somit dein Versprechen an dich selbst ernst nehmen. Dabei ist es wieder wichtig, ehrlich mit dir selbst zu sein und dich nicht zu betrügen.

Tipp 4: To-do-Listen 

Sie sind sinnvoller, als man vermutet. Mit einer To-do-Listen befreist du deinen Kopf. Wenn wir unsere Aufgaben nur im Kopf durchgehen, haben wir manchmal das Gefühl, dass wir unendlich zu tun haben. Nachdem wir eine Liste gemacht haben, merken wir erst, dass es nur ein paar Sachen sind, die eigentlich gar nicht so schwer sind. 

Die To-do-Listen können jeden Tag viele Erfolgserlebnisse generieren. Es macht viel Spaß, die erledigten Aufgaben durchzustreichen! Da sieht man schwarz auf weiß, was man geschafft hat und man kann stolz auf sich sein!



Tipp 5: Realistische Zeiten

Es ist wenig motivierend, wenn wir von Anfang an das Gefühl haben, dass die Aufgabe nicht zu schaffen ist.

Hier hilft ein guter (und realistischer!) Zeitplan: Schreib dir die Aufgaben und die dafür benötigte Zeit auf. Plane auch Zeitpuffer, weil immer noch etwas Unvorhergesehenes passieren kann, und unbedingt auch Pausen. So kannst du die Zeit abschätzen und deine Arbeit gut einteilen.

Tipp 6: Achtung - Technikstress!

Technik…wer kennt sie nicht? Handys, Internet, Laptops sind sehr hilfreich beim Thema Recherche, können aber auch hervorragend von der Arbeit ablenken. Es ist meistens eine gute Idee bei der Arbeit das Handy auszumachen, um sich besser konzentrieren zu können.

Tipp 7: Die Wertschätzung ist wichtig!

Man muss nicht immer direkt eine Party organisieren, aber klopfe dir einfach mal selbst auf die Schulter und sage laut „gut gemacht!“ Schließlich war das eine große und vielleicht sogar unangenehme Aufgabe und du hast sie bereits erledigt!


Quiz

Lass uns zusammen schauen, was dir in Erinnerung geblieben ist. Auf jede Frage gibt es nur eine korrekte Antwort!