Warum eigentlich? – Die Frage nach dem „purpose“



In den letzten Jahren ist viel von "purpose" die Rede, wenn es um Entwicklungen in der Arbeitswelt geht. Aber was steckt hinter diesem englischen Begriff, der sich nur nicht eindeutig ins Deutsche übersetzen lässt und deswegen meist im englischen Original genutzt wird?

Bei der Suche nach einer Übersetzung finden sich zahlreiche Begriffe wie Sinn, Zweck, Absicht, Daseinsgrund oder Bestimmung die mit „purpose“ in Verbindung zu bringen sind. Einer Organisation muss in jedem Fall klar sein, was ihr „purpose“ ist, vor allem, um ein attraktiver Arbeitsort für Mitarbeitende zu sein. Für Mitarbeitende wird es immer relevanter, einer sinnstiftenden Tätigkeit nachzugehen. Wichtig dabei ist nicht nur, dass eine Organisation ihren „purpose“ kennt und Arbeitsweise und Ziel danach ausrichtet, sondern natürlich auch, dass dieser purpose zu den Werten der individuellen Person passt. Im besten Fall teilen alle Mitarbeitenden denselben „puprose“, der wie ein Kompass Orientierung gibt – auch in schwierigen und unsicheren Situationen. Im Gegensatz zu den Begriffen Ziel und Vision, besitzt die Bezeichnung „purpose“ keine zeitliche Dimension.


Doch auch wenn „purpose“ gerade in aller Munde ist, sollte das Thema in keinem Fall einfach nur als das nächste hippe Marketingtool gesehen werden, mit dem man ein Produkt oder die neueste Unternehmenspräsentation richtig schick und modern machen kann. Es geht um einen tieferen Prozess, indem die Organisation sich mit der Frage beschäftigt: Warum gibt es uns? Welchen Unterschied wollen wir machen? Häufig geht dies damit einher, dass neue Arbeitsformen in einer Organisation entstehen. So sollen alle Mitarbeitenden sich beteiligen zu können und die Möglichkeit zu haben, zum „purpose“ beizutragen.

Studien zeigen, dass Mitarbeitende, denen der „purpose“ ihrer Arbeit klar ist und die sich mit diesem identifizieren können, deutlich zufriedener und motivierter sind. Dieser Faktor hilft natürlich auch der Organisation, die häufig viel bessere Ergebnisse erzielen kann, wenn die Mitarbeitenden in ihrer Arbeit einen Sinn sehen. Hier sieht man eine deutliche Entwicklung zu den letzten Jahren: Jüngere Generationen sind stärker „purpose“-getrieben und berücksichtigen die Frage nach der Sinnhaftigkeit bei der Auswahl ihres Jobs mehr als ältere Generationen. Häufig ist diese sogar wichtiger als klassische Kriterien wie Gehalt oder Aufstiegschancen.

 


„People don't go to work just to get a paycheck; they want to feel what they are doing matters to the world and that they are growing in the job.“ Aaron Hurst*

Uns im Studienkompass ist es wichtig, dass junge Menschen Gestaltende ihrer eigenen Zukunft werden – auch das hängt mit „purpose“ zusammen Denn die Idee sich damit auseinanderzusetzen, was mich wirklich antreibt und begeistert, ist vor allem eine spannende Grundlage für die Gestaltung des eigenen Bildungs- und Berufswegs.  

 

Unser Studienkompass-Mentor Hendric sagt hierzu: 


„Es braucht Zeit, dies herauszufinden. Ich habe es auch nicht von heute auf morgen herausfinden können. Das klingt jetzt vielleicht ernüchternd, aber genau das macht doch auch Spaß. Neues entdecken, ausprobieren, verknüpfen und weiterentwickeln und vielleicht einen roten Faden finden. Sozusagen der/die Unternehmende der eigenen Biografie zu werden.“

Wir wünschen dir viel Erfolg dabei!  

 



Weitere Infos


Wenn du noch mehr zum Thema purpose lesen willst, kannst du dir z. B. folgende Seiten angucken: 

www.newworkglossar.de

www.manager-magazin.de

*www.rolandberger.com

www.studienkompass.de